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Hartchrom

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+41 52 369 70 07
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  1. Allgemeines
  2. Anwendungsgebiete
  3. Verfahrensvarianten
  4. Empfehlungen & konstruktive Hinweise
  5. Weiterreichende Informationen

I. Allgemeines

Hartchromschichten dienen in erster Linie als klassischer Verschleissschutz. Die Schichten zeichnen sich durch hohe Härte und hohe Stabilität aus. Hinzu kommen tribologische Vorteile und ein sehr niedriger Reibungskoeffizient. Die Korrosionsbeständigkeit von Chrom wird durch eine geringe Benetzbarkeit von wässrigen Lösungen und Öl zusätzlich verbessert. Weiter zeichnen sich Hartchromschichten durch folgende Eigenschaften aus:

  • hohe Härte zwischen 900 und 1’100 HV ohne Materialverzug
  • niedriger Reibungskoeffizient
  • hohe Reibungsbeständigkeit
  • sehr hohes Reflektionsvermögen
  • homogene Schichtstruktur
  • geringes Adhäsionsvermögen
  • Beständigkeit gegenüber chemischer Beanspruchung
  • Temperaturstabilität, Schmelzpunkt > 1800°C

Unsere Möglichkeiten:

  • Bis 2’000mm Länge
  • Bis 1’000kg
  • beschichtbare Materialien: Stahl, Edelstahl, Buntmetall, Aluminium, Titan

II. Anwendungsgebiete

III. Verfahrensvarianten

Art der Verchromung Beschichtungsgrund
Schutzverchromen Unterschiedliche Schichtstärken; als Korrosionsschutz, Verschleissschutz und Antiadhäsionsschicht, 0.001 – 0.010mm Schichtdicke
Masshartverchromen Unterschiedliche Schichtstärken; als Fertigmassbeschichtung, welche die Toleranzen in Masshaltigkeit und Oberflächengüte ohne mechanische Nacharbeitung erreichen, 0.001 – 0.030mm Schichtdicke
Übermassverchromen Unterschiedliche Schichtstärken; für alle Bauteile die zusätzlich noch mechanisch Nachbearbeitet werden müssen, 0.030 – 0.500mm Schichtdicke
Reparaturverchromen Unterschiedliche Schichtstärken; z.B. Ausgleich von Untermass bei Formteilen, 0.010 – 0.500mm Schichtdicke
Orangenhautverchromen Strukturierte Hartchromschicht mit frei wählbarem Rz-Wert, 0.010 – 0.030mm Schichtdicke
Multiplex-Beschichtung Auch bekannt unter dem Begriff Doppel-/Mehrfachhartverchromung; die Beschichtung wird dabei während dem Prozess unterbrochen und nach einem Ätzvorgang weitergeführt, dadurch wird die Korrosionsbeständigkeit der Schicht erhöht. 0.020 – 0.500mm Schichtdicke

IV. Empfehlungen & konstruktive Hinweise

Hartchromschichten weisen im Gegensatz zu anderen galvanischen Prozessen einen verhältnismäßig schlechten Wirkungsgrad auf. Dies bedeutet, dass die Gleichmässigkeit von Hartchromschichten einerseits von der Geometrie des Werkstückes, andererseits von der Verfahrenstechnik abhängig ist. Je höher die abgeschiedenen Schichtdicken, desto grösser das Risiko von ungleichmässiger Schichtverteilung und Kantenaufbau.

Zur Vorbereitung für die Hartverchromung sollten die Werkstücke möglichst mechanisch vorbearbeitet werden. Hier kommen idealerweise Schleif-, Polier- oder Strahlprozesse zum Einsatz. Je regelmässiger das Substratgefüge, desto besser der Schichtaufbau und die Homogenität der Chromschicht. Die Gleichmäßigkeit und Geschlossenheit einer Hartchromschicht hängt von der Güte der Oberfläche vor der Verchromung ab.

Wichtig: Unebenheiten, Poren, Kratzer, Riefen, Risse oder Strukturfehler werden durch die Hartchromschicht weder überdeckt oder eingeebnet noch ausgeglichen. Im Gegenteil, sie werden durch den Schichtaufbau und das gute Reflektionsvermögen ausgeprägter dargestellt.

Folgende Angaben sollten uns idealerweise mit der Bauteilanlieferung übermittelt werden:

  • Werkstoffangaben/Oberflächenzustand
  • Wärmebehandlungszustand
  • Beschichtungsflächen
    1. Flächen die beschichtet werden müssen.
    2. Flächen die beschichtet werden dürfen.
    3. Flächen die nicht beschichtet werden dürfen.
  • Schichttyp
  • Schichtdicke in mm
  • Rauhtiefe nach der Beschichtung
  • Klemm-/Kontaktstellen (z.B. Gewinde, Stifte, Bohrungen, usw.)
  • Bauteilbezeichnung/Zeichnungsnummer
  • Prüfkriterien, Prüfflächen

V. Weiterreichende Informationen