Selektive Beschichtung
Anders als beim herkömmlichen Veredeln, wird beim selektiven Beschichten das Beschichtungsmedium –der Elektrolyt- zum Bauteil geführt und nicht umgekehrt. D.h. es wird ein bauteilspezifischer Beschichtungsreaktor benötigt, der das Bauteil luft- und wasserdicht ummantelt. Dabei wird das Werkstück an eine Gleichstromquelle angeschlossen und fungiert beim Beschichten als Kathode.
Vorteile und Möglichkeiten
- Prozessicherheit, da hoher Automatisierungsgrad
- Reproduzierbarkeit, da standardisierbar
- Hohe Abscheidungsgeschwindigkeit durch enorme Konvektion (Elektrolytbewegung)
- Hervorragende Schichtqualität hinsichtlich Massgenauigkeit, Gleichmässigkeit und Appearance
- Ökologische Vorteile, keine Verschleppung und Geruchs-Emissionen durch geschlossenen Reaktor
- Besonders geeignet für partielle Beschichtung
Vorraussetzungen für den Einsatz des Verfahrens:
- Wiederkehrende, masslich identische Bauteile, da hohe Initialkosten für bauteilspezifischen Reaktor
- Rundteile (Durchmesser) bevorzugt, da Gewährleistung von optimaler Elektrolytzirkulation
Verfahren zur Selektiv-Beschichtung
Grundsätzlich können sämtliche Beschichtungsverfahren selektiv abgeschieden werden. Unsere Erfahrungen beschränken sich momentan auf die Abscheidung folgender Metalle
- Silber
- chemisch Nickel (High- / Mid-Phos)
- chemisch Nickel-Bor
- Hartchrom